Lichttechnik und Bühnenbeleuchtung

„Wer im Rampenlicht steht, hat Mühe, das Publikum zu erkennen.“ (Walter Ludin [* 1945], Schweizer Journalist und Buchautor)

 

Braucht es eine Bühnenbeleuchtung

Speziell in Kirchen und Schulaulen wird diese Frage häufig gestellt.

Es sprechen viele Aspekte für eine dezente Bühnenbeleuchtung, auch wenn es sich nicht gerade um eine Theater, Musik- oder Schaubühne handelt und die Darbietung nicht nur unterhaltenden Charakter hat.

  • Fokusierung:
    Die Aufmerksamkeit des Publikums wird auf den Ort des Geschehens, auf die Aktionsfläche und auf die dort handelnden Personen gelenkt. Der Raum und die anderen Besucher treten in den Hintergrund. Nachgwiesener Maßen steigert sich die allgemeine Konzentration.
    Eine weitere Fokussierung innerhalb des Aktionsraums führt die Blicke automatisch auf den momentanen Punkt der Handlung, z.B. den Redner am Pult.
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  • Selektierung:
    Bestimmt Elemente möchten betont sein, so z.B. in einer Kirche der Altar, das Pult (Ambo), das Kreuz, die (Marien-)Figur.
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  • Ausdruck:
    Die menschliche Wahrnehmung ist ganzheitlich, das Hören verbindet sich mit dem optischen Eindruck, dem algemeinen Befinden und dem Geruchssinn. Lassen sich die Gesichtszüge des Redners gut erkennen, seine momentanen Gesten nachvollziehen, seine Blicke verfolgen nehmen wir sicher mehr als nur die ins Mikrofon gesprochene Worte wahr. Wir können erkennen, was diesen Menschen ferade bewegt, und mag es nur sein, wie gut er bei der Sache ist.
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  • Atmosspähre:
    Licht prägt unsere Gefühle, harsches rotes oder blaues Aufblinken versetzt uns in Panik, ein sachter Lavendelton beruhigt unser Gemüt. Tageslicht – weißes – Scheinwerferlicht treibt und fordert unsere Aktivität, wir möchten in Aktion treten, aktiv werden. Warm-Weiß dagegen bringt uns zur Ruhe, fährt unsere Gedankenwelt herunter, wir können uns ganz und gar dem Vortrag widmen.
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  • Effekte:
    Statische Beleuchtung führt zur Konzentration, langfristig aber auch zur Ermüdung. Effektlicht, wie von den großen Bühnenshows oder Rockkonzerten bekannt kann uns in den Rythmus der Musik, ins Geschehen hinein nehmen. Zuviel davon führt zu einem optischen ‚overkill‘ – es flimmert nur noch alles vor den Augen.

 

Worum geht es bei einer guten Bühnenbeleuchtung?

Spricht man von Bühnenbeleuchtung, fallen schnell die entsprechenden Begriffe:

Vorderlicht (45°),
Oberlicht (60°) und Kopflicht (bis 90°) – praktisch über der Bühne,
Gegenlicht,
Seitenlicht und Hinterlicht,
Gassenlicht und letztlich das
Unter- oder Fußlicht (Rampenlicht)

Die Betonung liegt auf einer guten und gleichmäßigen Ausleuchtung. Erreicht wird dies mit einer Kombination von Vorder- und Ober- bzw. Kopflicht. Ist nicht beides möglich, ist eher auf das Ober-, als auf das Vorderlicht zu verzichten.

Bei Planung und Realisierung von vielen Mehrzweckräumen wird häufig leider (teils aus Unkenntnis) nur ein Kopflicht realisiert bzw. das Vorderlicht soweit an die Aktionsfläche herangezogen, dass es de facto zu einem fast auf 90° stzehenden Oberlicht wird. Die Folge sind Schattenwürfe insbesondere im Gesicht der Akteure (sogenannter ‚Ziegenbarteffekt‘).

Ein gutes Vorderlicht ist mindestens einige Meter vor der Bühne positioniert ist, je nach Bühnenbreite und Montagehöhe können das bereits 5-10m sein und strahlt mit einem Einfallswinkel zwischen 30° und 45°.
Im Theater- bzw. auf großen Bühnen wird das Vorderlicht auf verschiedene Abstände zur Bühne aufgeteilt, man erhält nicht nur eine gleichmäßigere Ausleuchtung der Bühne, sondern reduziert die Blendung erheblich.

Eine gute Beleuchtung berücksichtigt ein angemessenes Vorderlicht, wird dadurch aber immer einen gewissen Blendeffekt auf die Akteure auf der Bühne haben. Hier ist ein Kompromiss in der Wahl des Einfallwinkels verbunden mit einer gewissen Leidensbereitschaft der Akteure unumgänglich. Siehe – das durchaus zweideutige – Zitat am Seitenanfang.

Der Zuhörer steht im Mittelpunkt, auf ihn ist das Geschehen ausgerichtet, wie er es empfindet.
Der Akteur / Mensch auf der Bühne ist letztlich für den Zuhörer da.

 

Eingesetzte Scheinwerfer und Ansteuerung

In der Regel verbauen wir moderne, energiesparende und langlebige LED-Scheinwerfer, letzteres ist gerade an unzugänglichen Stellen ein Gewinn gegen herkömmliche Lichtysteme mittels Glühlampen oder Leuchtstoffröhren.

Das finanzielle Einsparpotential ist insbesondere bei farbigen Licht erheblich, da bei LEDs mittels aktiver Farbmischung und nicht wie bei herkömmlichen Leuchtmitteln, subtraktiv (gewünschte Farbe wird aus dem weißen Licht herausgefiltert),  gearbeitet wird.

Moderne Lichtsteuersysteme ermöglichen eine einfache Bedienung. Es werden einzelne gewünschte Lichtstimmungen vorab programmiert, die dann je nach Bedarf auf Knopfdruck abgerufen werden können. Für Theter oder Konzertbetrieb wird auf ein parallel geschaltetes professionelles Lichtmischpult umgeschaltet mit Vollzugriff auf alle Features und Möglichkeiten der installierten Systeme und Lampen.

Besondere Anwendungsprofile

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Unser Ziel ist:
ein den Anforderungen und dem Raumambiente angemessene Lichtanlage,
dezent in den Raum eingepasst
die Bedienung ist klar und verständlich.

 

Unsere Leistungen im einzelnen:

Erstellung eines Beleuchtungskonzeptes

  • unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten und Farbgebung, Anschlussmöglichkeiten, Art der durchgeführten Veranstaltungen, Besucherverhalten, Bedien- und Eingriffmöglichkeiten

Erstellung eines Gesamtkonzeptes

  • lichttechnische Beurteilung, eventuell akustische Simulation des Raumes
  • Erarbeitung notwendiger und möglicher Eingriffs- und Regelungsmöglichkeiten
  • Formulierung eines Gesamtkonzeptes

Lieferung und Installation

  • Lieferung
  • Installation
  • Programmierung
  • Einleuchten der Scheinwerfer

Einweisung und Schulung

  • Einweisung und Schulung der Bedienenden

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