Schulung/ Service

 

Unser Verleihangebot
Verleihshop Veranstaltungstechnik

 

Beschallung Installation Tontechnik Akkubox digitales Mischpult (Funk-)mikrofon Lautsprecher Lautsprechermanagement Verstärker
Kirchenbeschallung Veranstaltungstechnik
Demo Gottesdienst Kundgebung Lesung Open Air Seminar Sommerfest Strassenfest Vortrag Weihnachtsmarkt
Architekturbeleuchtung LED PAR-Scheinwerfer Profiler Theaterscheinwerfer
Dolmetschersystem Hörhilfe Induktionsschleife Schwerhörigenanlage
Gemeinschaftshaus Institut Kirche Kita Schule Stadthalle Bühnen Chorpodeste Dirigentenpult Traversen

 

 

Einschalten der Verstärkeranlage löst häufig die Sicherung aus

Die Anlage ist nicht unbedingt defekt!


Wenn beim Anschalten der Anlage die Sicherung anspricht, ist dies nicht unbedingt ein Defekt der Anlage, auch nicht unbedingt eine Überlast.

Prüfen sie in diesem Fall die Sicherung. Handelt es sich um einen Sicherungsautomaten der B - Charakteristik (B16), sind diese einfach zu flink für die Einschaltströme von den großen Netztrafos des Verstärkers.

In diesem Fall sollte der Sicherungsautomat möglichst bald gegen ein C16 oder besser D16 ausgetauscht werden (so die Zuleitung das zulässt).


Prinzipiell unterscheiden sich die  Leitungsschutzschalter neben dem Nennstrom auch nach der Auslösecharakteristik:

Charakteristik                                                             Überlastauslöser            Kurzschlussauslöser
                                                                                       (x * Nennstrom)               (x * Nennstrom)
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
A (Halbleiterschutz)                                                                           1,13 - 1,45                          2 - 3
B (ersetzte L, Standard-Leitungsschutz)                                       1,13 - 1,45                          3 - 5
C (ersetzte G, Schutz für Leistungsstromkreise)                         1,13 - 1,45                          5 - 10
D (Schutz für induktive Verbraucher (z.B. Leistungstrafos))       1,13 - 1,45                         10 - 20
E (Selektiver Leitungsschutzschalter (SLS))                                 1,05 - 1,2                            5 - 30
K (guter Schutz bei hohen Anlaufströmen)                                    1,05 - 1,2                            8 - 15
Z (besonders sensible Charakteristik, feiner als A)                    1,05 - 1,2                            2 - 3

Auf Überlast reagieren A-, B-, C-, und D-Leitungsschutzschalter ab dem 1,13-fachen Nennstrom -  zwangsläufig auslösen müssen sie aber erst ab dem 1,45-fachen Nennstrom.

  • In der Regel werden in Mehrzweckhäusern und Kirchen Leitungsschutzschalter der Charakteristik B installiert.
  • Leitungsschutzschalter der Charakteristik C werden für Leitungen zu Maschinen und Motoren mit hohem Einschaltstrom verwendet (Leitungs- u. Geräteschutz).

Leistungsfähige Verstärkeranlagen, wie sie heute vielfach eingebaut werden (z.B. 2 x 500W)  weissen  ähnlich hohe Einschaltströme wie elektrische Maschinen auf und benötigen eine C- Charakteristik - gilt übrigens auch für viele ältere Mikrowellengeräte.

Aber bitte nicht selbst Hand anlegen, da muss der Fachmann ran!