Schulung/ Service

 

Unser Verleihangebot
Verleihshop Veranstaltungstechnik

 

Beschallung Installation Tontechnik Akkubox digitales Mischpult (Funk-)mikrofon Lautsprecher Lautsprechermanagement Verstärker
Kirchenbeschallung Veranstaltungstechnik
Demo Gottesdienst Kundgebung Lesung Open Air Seminar Sommerfest Strassenfest Vortrag Weihnachtsmarkt
Architekturbeleuchtung LED PAR-Scheinwerfer Profiler Theaterscheinwerfer
Dolmetschersystem Hörhilfe Induktionsschleife Schwerhörigenanlage
Gemeinschaftshaus Institut Kirche Kita Schule Stadthalle Bühnen Chorpodeste Dirigentenpult Traversen

 

Drahtlose Mikrofone - das sollte man wissen!

Drahtlose Mikrofone findet man immer öfters. Daran "Schuld" sind nicht zuletzt die gefallenen Preise, die diese Technik auch für den kleineren Geldbeutel erschwinglich macht.

Aber häufig wandelt sich die Vorfreude bei der ersten Inbetriebnahme in Frust und Ärger.

Das muß nicht so sein!

Im folgenden einige Grundbegriffe zu diesem Thema:

 

Frequenzbereiche

Es gibt drei Frequenzbereiche, in denen Mikrofonanlagen prinzipiell arbeiten:

VHF (180 bis 220 MHz)
  • neben allen älteren Anlagen in Theatern oder öffentlichen Häusern arbeiten auch Kabelfernsehen, und hier in Berlin der terrestische digitale Rundfunk in diesem Frequenzbereich, nahe Flugfunkbereich, sodass insgesamt Störungen sehr wahrscheinlich sind.
  • wird seitens der Regulierungsbehörde nicht mehr genehmigt.
430 MHz Bereich
  • Tummelplatz von drahtlosen Kopfhörern, Alarmanlagen, alle möglichen Fernsteuerungen, Jedermannfunk, etc.
  • genehmigungsfrei, ehemaliger Amateurfunkbereich
UHF (780 bis ca 820 MHz)
  • hauptsächlich drahtlose Mikrofonanlagen, unbelegte Fernsehkanäle

 

Paralleler Betrieb

Zum parallelen Betrieb mehrerer drahtloser Mikrofone reicht es nicht, dass sie auf unterschiedlichen Sendekanälen arbeiten. Unter Umständen stören sie sich trotzdem. Ursache sind die Oberwellen der einzelnen Sender und die Interferenzmodulation der Sender untereinander. Beim Einsatz mehrerer Mikrofone unterschiedlicher Hersteller und damit unterschiedlicher Frequenzraster kann dies zu einer drastischen Reduzierung in der Nutzung vorhandener (anwählbarer) Sendekanäle kommen. Weitere Störfaktoren sind Leuchtstoffröhren, Netzteile und elektrische Maschinen.

Insgesamt sollte man darauf achten, keine Mikrofone mit festvorgegebener Sendefrequenz anzuschaffen. Je mehr Kanäle zur Verfügung stehen, je größer die Chance, einen störungsfreien Betrieb zu haben. Insbesondere, wenn schon Altgeräte im Einsatz sind, sollte bei Zukauf auf eine möglichst große Freiheit in der Sendefrequenzeinstellung geachtet werden. Z.Z ist mit der Sennheiser "evolution wireless" ein einziges System im deutschen Markt, das die Wahl zwischen 1280 Frequenzen in 25 kHz Schritten zulässt, üblich sind ansonsten zwischen 6 und 16 wählbaren Frequenzen.

 

"Diversity"

"Diversity" ist das Schlagwort für zwei unabhängige, miteinander verkoppelte Empfangssysteme. In den eingesetzten Frequenzbereichen ist bei den doch recht schwachen Sendeleistungen eine Abschattung des Signals durch Mauern, Säulen, Möbelstücke oder auch durch den menschlichen Körper möglich. Eine einfache Drehung mit dem Sender kann schon zu einem kurzzeitigen Abriss des Signals am Empfänger führen. Empfänger der gehobenen Preisklasse sind durchweg mit "diversity" ausgeführt. Durch die räumliche Trennung der Empfangsantennen, auch wenn es nur 150 mm sind, sind diese Abschattungen wesentlich unwahrscheinlicher, bzw. nur noch bei sehr großen Hindernissen gegeben.

 

Anmeldung

Mit Wirkung vom 1. Januar 2006 tritt eine Allgemeinzuteilung der Fernsehkanäle 61 - 63 (790 - 814 MHz) und 67 - 69 (838 - 862 MHz) in Kraft. Eine Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist dementsprechend nicht notwendig. Jeder Nutzer muss lediglich dafür Sorge tragen, dass er Frequenzen seiner Nutzergruppe wählt. Eine Auflistung der nutzbaren Frequenzen finden Sie in nebenstehendem Feld unter Allgemeinzuteilung (PDF-Dokument). Darüber hinaus gilt die Allgemeinzuteilung auch im Frequenzbereich 863 - 865 MHz. Innerhalb dieses Frequenzbereichs sind keine Frequenzen einzelnen Nutzergruppen zugewiesen. Es kann jede beliebige Frequenz innerhalb dieses Bereichs genutzt werden. Mehr dazu unter www.shure.de

 

Zusammenfassend kann nur von Importware im Billig-Preis-Sektor abgeraten werden. Abgesehen davon, dass sich diese Mikros meist im VHF Bereich bewegen,. der in den deutschen Großstädten nicht mehr genehmigt wird, verfügen sie meist nur über vorgegebene Sendefrequenzen. Sind diese vor Ort gestört, ist das Mikrofon nicht einsetzbar.

Neben einer Entscheidung für "diversity", UHF Sendebereich und einer Mindestanzahl einstellbarer Sendekanäle sollte die Entscheidung auf einen Hersteller fallen, der nicht nur über Jahre hinweg die Belieferung mit Ersatzteilen garantiert, sondern auch in Zukunft kompatible Systeme im Programm hat, die eine spätere Ergänzung der Anlage ermöglicht. Dies sind im deutschen Raum nach unserer Erfahrung AKG; Beyerdynamik, Shure und Sennheiser. Church & Sound hat sich auf Sennheiser spezialisiert, da wir hier insgesamt die besten Erfahrungen gemacht haben. Wir beschaffen Ihnen aber gern auch drahtlose Mikrofonsysteme anderer Hersteller. Preislich liegen sie in etwa der selben Region.